SEO Optimierung in Magento

12.3.2024

Magento ist eine führende Open-Source-E-Commerce-Plattform. Das System bietet viel Flexibilität, ein hohes Maß an Skalierbarkeit und viele umfangreiche Funktionen von für E-Commerce Websites. Als Open-Source-Software bietet Magento eine einzigartige Anpassungsfähigkeit, die es Unternehmen ermöglicht, ihre Online-Shops vollständig nach ihren individuellen Bedürfnissen zu gestalten. Im Gegensatz zu cloudbasierten Software-as-a-Service (SaaS) Lösungen, Webshop-Plugins für Content-Management-Systeme und On-Premise-Software, ermöglicht Magento eine tiefgreifende Anpassung und Kontrolle über jeden Aspekt des Online-Shops, einschließlich der Suchmaschinenoptimierung (SEO).

Die Plattform zeichnet sich besonders durch ihre SEO-Freundlichkeit aus. Magento bietet umfassende Konfigurationsmöglichkeiten für SEO, von der Optimierung der URL-Struktur über die Generierung von sitemap.xml-Dateien bis hin zur feinen Einstellung von Meta-Tags auf Produkt- und Kategorienseiten. Dies macht Magento besonders attraktiv für SEO-Experten, die den organischen Suchverkehr maximieren wollen. Die Flexibilität von Magento in Bezug auf SEO macht es möglich, maßgeschneiderte Strategien zu entwickeln, die speziell auf die Ziele und Bedürfnisse eines jeden Online-Shops zugeschnitten sind. ABER: Dafür muss das Zusammenspiel zwischen SEO Experten und Webdevelopern schon bei der Planung eines Magento Webshops bestmöglich sein.

SEO Mindestanforderungen an Magento

Hier sind SEO Features, die implementiert werden müssen, damit die Performance im Organic Search Channel optimal erzielt werden können:

  • Alle URLs/Elemente im Responsive Design
  • Statuscodes müssen editierbar sein
  • Redirects können eingerichtet / verwaltet werden
  • Vermeidung von Redirect-Ketten durch Alerts
  • Canonical Tags
  • XML-Sitemap wird automatisch generiert und automatisch aktualisiert
  • URLs, die indiziert werden sollen, werden automatisch zur XML-Sitemap hinzugefügt, sofern sie einen selbstreferenzierenden Canonical Tag haben und Status Code 200 aufweisen
  • Meta-Robots-Angaben "index, follow"; "noindex, follow" etc. sind editierbar
  • Seiten-URLs sollten nur in Kleinbuchstaben ohne Sonderzeichen und Unterstriche live geschaltet werden können
  • Fußzeilenlinks sollten sowohl anpassbar als auch über mehrere Cluster hinweg standardisiert sein
  • Frei wählbare Überschriften-Tags (H1, H2, H3, H4, H5, H6)
  • Anchor-Text Optimierung der Texte für die interne Verlinkung (und Editierbarkeit)
  • Robots.txt-Angaben sind bearbeitbar
  • Meta-Tags sind bearbeitbar (Meta-Titel, Meta-Beschreibungen)
  • Warnung vor Zeichenüberschreitung bei Titel und Meta-Beschreibung
  • Bread Crumb Navigation muss vorhanden sein
  • Auszeichnung der Strukturierten Daten ( z. B. JSON-LD im Header)
  • Paginierung
  • WYSIWYG-Editor
  • Vorschau-Modus
  • Automatische URL-Veröffentlichung zu einem vordefinierten Datum
  • Sitewide / automatisierte Anpassung von Preisen und Preisanzeigen inkl. eventueller Anpassungen der zugehörigen strukturierten Daten
  • Ein- und Ausblenden von seitenübergreifenden Elementen / Modulen (z.B. Slider-Elemente, Lightbox-Modul, Boxen, Bild-Text-Kombinationen, usw.)
  • Anzeige der Änderungsversion inkl. Anzeige des Administrators
  • Kollaboratives Arbeiten (ohne Überschreiben / Sperren)
  • Template-/Modul-Konzept: Basis-Template kann mit definierbaren Modulen (Bild-/Textkombinationen; Slider-Elemente etc.) angepasst werden
  • Templates können über Module verändert / konvertiert werden
  • Dynamische Content-Snippets (z.B. Preise / Fußzeilen etc.)
  • Dynamische Elemente mit editierbarem Inhalt (z.B. Sticky Page Navigation)
  • Mehrsprachigkeit (href lang)
  • Serverseitiges Rendering muss möglich sein
  • Exportfunktion für URLs im Backend
  • Integrierte Bilddatenbank
  • Automatische (verlustarme) Bildkompression und Bildskalierung
  • Unterstützt auch moderne Bildformate (z.B. WebP)
  • Alt-Tags & Bildtitel editierbar
  • Bilder können dupliziert und mit neuen Metatags versehen werden
  • Bilder werden zentral in einer DB gespeichert und können mehrfach eingebunden werden

Idealerweise werden diese Anforderungen schon lange, z. B. vor dem Website Relaunch von einem CMS zu Magento, oder bei der Neuerstellung einer E-Commerce Website konfiguriert.

Magento SEO-Plugins

Für den „SEO-Alltag“ und die regelmäßige SEO Betreuung, stehen zahlreiche SEO-Plugins zur Verfügung. Diese Plugins erweitern die bereits umfangreichen SEO-Funktionen von Magento und bieten zusätzliche Werkzeuge und Automatisierungen, um die Sichtbarkeit in den Suchmaschinen zu erhöhen. Zu den fünf wichtigsten SEO-Plugins für Magento gehören:

  • SEO Suite Ultimate von Mageworx: Dieses umfassende SEO-Plugin bietet erweiterte Funktionen für die Optimierung von URLs, Meta-Tags und Rich Snippets und unterstützt bei der Vermeidung von doppeltem Inhalt.
  • Yoast SEO für Magento 2: Bekannt aus der WordPress-Welt, hilft dieses Plugin bei der Optimierung von Inhalten, indem es Vorschläge zur Verbesserung bietet.
  • Magento 2 SEO Extension von BSS Commerce: Bietet eine All-in-One SEO-Lösung, einschließlich Sitemap-Generierung, Meta-Tag-Optimierung und mehr.
  • SEO Toolkit von Amasty: Dieses Plugin hilft bei der Verbesserung der technischen SEO-Aspekte und unterstützt bei der Optimierung von Produktseiten für bessere Rankings.
  • CreareSEO: Bietet eine Reihe von SEO-Verbesserungen speziell für Magento, darunter verbesserte Sitemap-Funktionen und Meta-Daten-Management.

Magento SEO Checklist für Relaunchs

Ein Website Relaunch in Magento erfordert eine sorgfältige Planung und Ausführung, besonders aus SEO-Perspektive, um sicherzustellen, dass der organische Suchverkehr nicht beeinträchtigt wird. Eine SEO-Checkliste für den Relaunch zu Magento sollte folgende Punkte umfassen:

  • URL-Struktur beibehalten oder 301-Weiterleitungen einrichten: Stellen Sie sicher, dass URLs entweder beibehalten werden oder dass für geänderte URLs 301-Weiterleitungen eingerichtet werden, um den Link-Juice zu erhalten.
  • Überprüfung der Meta-Daten: Stellen Sie sicher, dass alle Seiten optimierte Title-Tags und Meta-Descriptions haben.
  • Sitemap-Überprüfung: Generieren Sie eine neue Sitemap und reichen Sie diese bei den Suchmaschinen ein.
  • Mobile Responsiveness: Stellen Sie sicher, dass der neue Shop mobilfreundlich ist, da dies ein wichtiger Rankingfaktor ist.
  • Ladezeiten optimieren: Nutzen Sie Tools zur Leistungsüberprüfung, um sicherzustellen, dass Ihr Shop schnell lädt, da dies ebenfalls ein wichtiger Rankingfaktor ist.
  • Content Review: Stellen Sie sicher, dass alle Inhalte übertragen wurden und frei von Duplikaten sind.
  • SEO-Plugin-Überprüfung: Stellen Sie sicher, dass alle notwendigen SEO-Plugins installiert und richtig konfiguriert sind.
  • Webanalyse Tracking: Zu den häufigsten Relaunch Fehlern gehören vergessene Tracking Codes. Die Folge ist dann, dass Umsatzzahlen und Traffic zeitweise nicht gemessen werden kann.
  • Mailserver Konfiguration: Hier ist sicherzustellen, dass DKIM (DomainKeys Identified Mail), SPF (Sender Policy Framework) und DMARC (Domain-based Message Authentication, Reporting and Conformance) Einträge korrekt konfiguriert bleiben, um E-Mail Zustellbarkeit zu gewährleisten.

Vor und nach dem Website- und SEO Relaunch gehören es zu den SEO Services mindestens 3Onsite Audits; der alten Webshop Situation, für das Staging und für die neue Website Version nach Livegang. Denn durch den hohen Grad an Individualisierbarkeit in Magento müssen sehr viele Komponenten einem lückenlosen Monitoring unterzogen werden. Dann klappt es auch mit der SEO Performance.

26.6.2024

Subdomains oder Unterverzeichnis-Struktur: Effekt auf SEO & Crawling

mehr erfahren
3.6.2024

Weniger Links in der Google Search Console

mehr erfahren
31.5.2024

Cyberkriminalität, SSL-Zertifikat und SEO

mehr erfahren